Länder-Leitfäden

Unsere Expertenmitglieder von ECCE haben länderspezifische Guides zusammengestellt, um Praktikanten und Jobsuchende mit hilfreichen Tipps und Informationen zu unterstützen.

Die Guides sind für die Länder Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien verfügbar und ermöglichen Praktikanten und Jobsuchenden, sich auf eine erste Recherche zu folgenden Themen vorzubereiten.

  • der Arbeitsmarkt
  • übliche Auswahlmethoden
  • Job Seiten
  • Leben in den Ländern
  • Kultur
  • Jobbezogenes und privates Networking
  • Entrepreneurship

Für mehr Informationen, einfach die Länderseiten anklicken: 

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Deutschland

Beschäftigungstrends in Deutschland

Um einen Praktikumsplatz oder einen Einstiegsjob in Deutschland zu bekommen, ist es notwendig zu verstehen, wie der deutsche Arbeitsmarkt eigentlich aussieht.

Man muss kein Arbeitsmarkt Experte sein, aber wir empfehlen, ein paar Faustregeln zu beachten. Diese können als grobe Richtlinien für die Suche betrachtet werden - sie sollen dich nicht entmutigen, dein Glück beispielsweise in der deutschen Hauptstadt zu versuchen, sondern euch helfen, die Erwartungen anzupassen und euch vielfältige Suchstrategien offenbaren.

Die erste grobe Faustregel betrifft die wirtschaftliche Lage in Deutschland. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Westen und der Süden Deutschlands die am stärksten entwickelten Regionen sind. Hier ist die Arbeitslosigkeit (sowie die Jugendarbeitslosigkeit) am geringsten, das durchschnittliche Netto Einkommen am höchsten (auch nach Abzug der notwendigen Lebenskosten wie Unterkunft und Essen) und es gibt dort die meisten offenen Stellen. Nur als Vergleich: Die Arbeitslosenquote in Berlin ist im Vergleich zu Bayern 3 Mal so hoch, die Anzahl der offenen Stellen 3,5 mal geringer und das frei verfügbare Einkommen ist in Berlin um ca. ein Drittel geringer.

Die zweite Daumenregel: Wenn dich eine bestimmte Branche interessiert, solltest du dich über die verschiedenen Zentren informieren. Interessiert dich die Finanzbranche? Dann könnte Frankfurt genau richtig für dich sein. Geht es um Entrepreneurship, dann haben Berlin oder München eine Menge zu bieten. Für die Automobilindustrie lohnt sich ein Blick in den Süden Deutschlands.

Die dritte Regel: Schau genauer hin. Jeder kennt die Top Marken, die Global Player. Ca 90% der offenen Jobs werden allerdings von KMU's (kleine und mittlere Unternehmen) angeboten - diese sind das Rückgrat des deutschen Arbeitsmarktes. Die Deutschen sind stolz auf ihre Produkte und ihre Exportstärke. Viele der Produktionsunternehmen sind international tätig, wenn nicht sogar global. Suche nach sogenannten Hidden Champions: Marktführer in ihrem jeweiligen Industriezweig. Obwohl der Dienstleistungssektor mit Abstand am schnellsten wächst, wächst auch der Produktionssektor weiterhin.

Wenn du regionale Arbeitsmärkte genauer vergleichen möchtest, schaut euch die englische Seite hier als Beispiel an.

Schaut man sich speziell Trends in der Personalbeschaffung von Absolventen an, so gibt es bei weitem die meisten Einstiegsjobs für BWL Studenten, gefolgt von Ingenieuren, IT Studenten, Jura Studenten, Naturwissenschaftlern und Geisteswissenschaftlern. Auch wenn sich das für BWL Studenten super anhört, muss man bedenken, dass dies auch die Studienrichtung mit den meisten Absolventen ist. Dadurch ist der Wettbewerb bei diesen Einstiegspositionen, und sogar bei Praktika, sehr hoch (besonders heftig ist er in beliebten Städten und bei Unternehmen mit einer starken Arbeitgebermarke). Die 197 Unternehmen, die Teil der bekanntesten Studie über Personalbeschaffung von Berufseinsteigern sind, erhielten 2015 ca. 161.000 Bewerbungen. Davon wurden 11% zum Interview eingeladen und davon wiederum unterschrieben 21% letztendlich einen Vertrag.

Auswahlverfahren

Lebenslauf, Anschreiben & Bewerbungen

Unserer Erfahrung nach sind Studenten teilweise etwas überrascht darüber, dass Bewerbungen in Deutschland etwas mehr Dokumente/Anlagen erfordern, als sie es vielleicht gewohnt sind. Deutsche Unternehmen verlangen oft ein Portfolio, welches ein Anschreiben, einen Lebenslauf, ein Passfoto, Kopien von Zeugnisse und Arbeitszeugnisse umfasst.

Wir würden internationalen Studenten ganz ohne oder nur mit geringen Deutschkenntnissen empfehlen, die Bewerbungsunterlagen auf Englisch zu verfassen bzw. zusammenzustellen.

Das Anschreiben (oder auch Motivationsschreiben) bietet die Möglichkeit, sich selbst zu darzustellen. Es sollte maximal eine A4 Seite lang sein – haltet euch so kurz und präzise, wie möglich. Der Adressat sollte mit Namen (und falls vorhanden, dem Titel) angeschrieben werden. Finde heraus, wer für die Personalauswahl zuständig ist. Ein “Sehr geehrte Damen und Herren” ist nicht angebracht. Es ist üblich, das Unternehmen anzurufen, um herauszufinden, an wen das Motivationsschreiben adressiert sein sollte. Zudem ist es üblich, das Motivationsschreiben zu unterschreiben. Jedes Schreiben sollte individuell angepasst werden – dies können wir nicht genug betonen! Am wichtigsten für nationale sowie internationale Bewerber ist die RECHERCHE, um eine Verbindung zwischen euch und dem Unternehmen herzustellen, an welches die Bewerbung gerichtet ist. Dabei sollte betont werden, was euch einzigartig macht und, welche Stärken ihr mitbringt – was ist euer USP (Unique Selling Point)? Warum sollte jemand genau euch anstellen, und keinen der anderen Bewerber?

Einen Lebenslauf im deutschen Stil zu erstellen und die Informationen dort zu platzieren, wo ein deutscher Personaler sie erwartet, ist ein guter Anfang. Idealerweise sollte sich dieser auf eine, maximal zwei, Seiten begrenzen. Wichtig ist, den Lebenslauf mit Ort, Datum und deiner Unterschrift zu abzuschließen.

Berufliche Erfahrung wird in Deutschland hoch angesehen und auch Jobbezeichnungen sind von Bedeutung. Lücken sollten zwar vermieden werden, sind allerdings kein Problem, solange sie erklärt werden können.

Der deutsche Lebenslauf kann als ein Set von Daten angesehen werden, welche in einer Tabelle mit zwei Spalten präsentiert werden. Die Überschriften der linken Spalte sind die folgenden: Persönliche Daten, Bildung, Berufliche Erfahrung, Sprachen und IT-Kenntnisse, Interessen. Unter diesen Überschriften werden auf der linken Seite konkrete Daten angegeben. Auf der rechten Seite werden Informationen zum jeweiligen Punkt gegeben.

Bei kleiner oder geringer beruflicher Erfahrung bietet sich ein chronologischer Aufbau. Wenn bereits viel Berufserfahrung vorhanden ist, sollte der Lebenslauf umgedreht chronologisch aufgebaut sein (so, dass die frischesten Erfahrungen als erstes genannt werden). Verantwortlichkeiten und Erfolge werden in Form von Stichpunkten angegeben.

Auch wenn dies nicht zwingend notwendig ist, ist es in Deutschland immer noch üblich, ein professionelles Foto in den Lebenslauf einzupflegen.

Oftmals durchlaufen Bewerber einen längeren Bewerbungsprozess mit mehreren Interviews. Zunächst kommt es zu einem (kurzen) Telefonat, um sich ein Bild vom Bewerber zu machen oder zu einem ausführlicheren Telefoninterview, bevor man zu einem persönlichen Interview eingeladen wird. Dieses könnte nur mit dem Personalverantwortlichen stattfinden oder auch mit mehreren Interviewern. Wenn dies der Fall ist, solltest du jedem Anwesenden Aufmerksamkeit schenken und mit jedem Blickkontakt halten. Bei Beantworten der Fragen sollten also auch die anderen Anwesenden ab und zu angeschaut und nicht ignoriert werden. Möglich ist auch ein zweites persönliches Bewerbungsgespräch, in welchem anschließende Fragen geklärt werden und/oder man zukünftige Kollegen kennenlernt. Auch Assessement-Center sind üblich in Deutschland, wobei dies eher in größeren Unternehmen oder Unternehmen mit amerikanischen Strukturen der Fall ist.

Selbstverständlich gibt es immer Ausnahmen, jedoch können die meisten Personaler als formal und direkt beschrieben werden, wobei das Bewerbungsgespräch einem geregelten Ablauf folgt (Begrüßung und Einleitung, etwas Small Talk, Fragen zu den eigenen Qualifikationen und der Karriere, möglicherweise Probearbeiten, Überprüfung der Sprachkenntnisse und die Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen). Die wichtigsten Ratschläge für ein Bewerbungsgespräch in Deutschland sind pünktlich zu sein (was bedeutet, 5 Minuten früher da zu sein), sich mit einem förmlichen Handschlag zu begrüßen, angemessen angezogen zu sein, direkt und konkret zu kommunizieren, Beispiele geben, um Erfolge zu veranschaulichen und Kopien von Lebenslauf und Anschreiben mitzunehmen. Außerdem ist die Körpersprache wichtig, beispielsweise sollte man gerade sitzen, lächeln und Blickkontakt halten).

Wenn du dich fragst, wann der beste Zeitpunkt für eine Bewerbung für einen Job oder ein Praktikum ist, gibt es gute Neuigkeiten für dich. Die meisten Unternehmen stellen kontinuierlich Mitarbeiter ein, wodurch man sich in Deutschland an sich jederzeit bewerben kann.

In größeren Unternehmen, vor allem in der Finanz- oder Beratungsbranche, gibt es oftmals mehrere Bewerbungsrunden, weshalb eine frühere Bewerbung (6 Monate vor dem gewünschten Arbeitsbeginn) von Nöten ist.

Unser wichtigster Ratschlag an euch: Wartet nicht darauf, dass die Unternehmen euch antworten, sondern schickt durchgängig Bewerbungen raus, bis ihr eine sichere Position habt. Befindet man sich später in einer Situation, in der man mehrere Jobangebote hat, wird dies als „gutes Problem“ gesehen. Hier ist Geduld gefragt, es ist sogar üblich 50 oder mehr Bewerbungen zu verschicken.

Habt ihr schon mal etwas von Initiativbewerbungen gehört? Dies ist etwas, wovor die meisten Bewerber (auch Deutsche) zurückschrecken, weil es persönlich ist, man proaktiv sein muss und sich selbst anpreisen muss. Hört sich das erstmal beängstigend an? Ja, definitiv. Aber es funktioniert auf jeden Fall! Beweis Mut und ruf ein Unternehmen an, um dich über Möglichkeiten für internationale Studenten und darüber, an wen eine Bewerbung zu adressieren ist, zu informieren.

Jobseiten

Verschiedene Jobportale und Ausschreibungen in Zeitungen richten sich jeweils an ein unterschiedliches Publikum. Um keine Zeit zu verschwenden, solltest du dir daher unbedingt von Anfang an das passende Medium raussuchen.

Wir möchten euch nun mit den bekanntesten Jobportalen Deutschlands bekannt machen. Diese sind:

Monster

Stepstone

Indeed

Careerbuilder

Jobpilot

JobScout24A

JobWare

Stellenmarkt

Experteer

Jobsuma

Natürlich könnt ihr euch auf den oben genannten Jobportalen auf die Jobsuche begeben. Unser Tipp für ausländische Studenten allerdings ist es, sich auf den etwas spezifischeren Portalen umzuschauen, die da wären:

Berlinstartupjobs

Thelocal

Jobsinberlin

Dort ist es zwar eher unwahrscheinlich, seinen Traumjob zu finden (wenn doch, dann umso besser), allerdings können hierüber Unternehmen gefunden werden, welche generell offen dafür sind, englischsprachige Bewerber einzustellen.

Wer lieber mit dem potenziellen Arbeitgeber persönlich ins Gespräch kommt, für den sind Karrieremessen genau das Richtige. Diese bieten eine gute Möglichkeit, einen ersten Eindruck des Arbeitsmarktes in Deutschland zu bekommen und sich interessante Unternehmen auszugucken. Das ganze Jahr über finden in allen großen Städten verschiedene Karrieremessen statt. Wer sich auf Berlin konzentriert, sollte sich folgende Karrieremessen anschauen:

Connecticum

Bonding

MADE IN BERLIN

Karrieretag Familienunternehmen

Akademika

Konaktiva

Absolventenkongress

Zudem kann man mit den Unternehmen direkt über ihre Website in Kontakt kommen. Große Global Player schreiben oftmals auf ihrer Website neue Jobs aus. Außerdem können die Handelskammer und andere Institutionen in Deutschland kontaktiert werden.

Für Praktika können zusätzlich folgende Webseiten besucht werden:

Praktikum.info

Meinpraktikum

Praktikumsstellen

Für spezielle Absolventen Programme und Trainee Schemata, bieten sich diese Datenbanken an:

Trainee

Trainee-Gefluester

Absolventa

Leben in Deutschland

Lebenshaltungskosten

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland ziemlich kostengünstig.

Bei der Auswahl des Wohnortes sollte beachtet werden, dass der Westen und der Süden Deutschlands die Regionen sind, die am weitesten entwickelt sind. Auch wenn das eine niedrige Arbeitslosenquote, ein hohes durchschnittliches Nettoeinkommen und viele offene Stellen bedeutet, heißt dies auch, dass die Lebenshaltungskosten höher sind, als im Rest Deutschlands.

Im Jahr 2016 war Frankfurt die Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten, gefolgt von Stuttgart und München. Als viertes kam Düsseldorf und als fünftes Köln.

Noch mehr Informationen über Lebenshaltungskosten in Deutschland und durchschnittliche Preise für verschiedene Produkte und Dienstleistungen gibt es bei Numbeo. Dort können auch Unternehmen miteinander verglichen werden.

Menschen aus aller Welt kommen nicht nur nach Berlin, weil sie die Hauptstadt, multikulti und sehr angesagt ist, sondern auch weil sie vergleichsweise günstig ist (allerdings sind die Gehälter wiederum niedriger und es ist ein sehr enges Wettbewerbsumfeld). Auch wenn die Lebenshaltungskosten in den letzten paar Jahren in Berlin gestiegen sind, ist es im Vergleich zu den anderen europäischen Hauptstädten sehr erschwinglich.

Unterkunft

Manchmal kann es sehr schwierig sein und viel Zeit in Anspruch nehmen, eine Unterkunft zu finden, weshalb wir ein paar Tipps geben möchten, wie man das Thema am besten angehen kann.

Eine englische Website, auf welcher kostengünstig Unterkünfte gefunden werden können, ist Uniplaces.

Ist man auf der Suche nach einer Unterkunft für eine begrenzte Zeit, zum Beispiel während eines dreimonatigen Praktikums, lohnt sich vielleicht ein Blick bei Agenturen, die möblierte Wohnungen und (gegen eine Gebühr) vereinzelt sogar Reinigungsservice für Wohnung und/oder Kleidung anbieten. Hier ist eine gute Auswahl für den Anfang:

Nestpick

Fine and Mine

Coming Home

HomeCompany

Für einen Zeitraum, der über 3 Monate hinausgeht, könnten die eben genannten Optionen etwas teuer sein. In diesem Fall könnten die folgenden Seiten weiterhelfen:

WG-gesucht

farawayhome

Studenten-WG

Easy-Living

studenten-wohnung

wohngemeinschaft

dreamflat

immowelt

wggruendung

Um ein Zimmer in einer geteilten Wohnung zu mieten, sollten ungefähr 450€/Monat eingeplant werden.

Fortbewegung/Öffentlicher Nahverkehr

Größere Städte in Deutschland haben gut funktionierende Systeme von öffentlichen Verkehrsmitteln. In Berlin beispielsweise gibt es U-Bahnen, S-Bahnen, Trams, sowie Busse, mit denen man schnell durch die Stadt kommt. Nachts fahren Nachtbusse und am Wochenende fahren auch S- und U-Bahnen die ganze Nacht durchgehend. Für eine längere Zeit in Berlin könnte sich auch eine Monatskarte lohnen. Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann vielerorts eines zu einem guten Preis bekommen.

Innerhalb von Deutschland kann man mit der Deutschen Bahn reisen. Als Alternative zur Bahn bietet Flixbus in alle Großstädte sehr günstige Bustickets an.

Lebensmittel einkaufen und auswärts essen

Lebensmittel können in vielen verschiedenen Supermärkten oder kleinen Shops gekauft werden. Außerdem gibt es wöchentlich Märkte, auf welchen lokale Produkte zu vernünftigen Preisen erworben werden können. Für Vegetarier, Veganer und Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten ist Deutschland genau der richtige Ort, denn hier gibt es Auswahlmöglichkeiten für jeden (zumindest in den größeren Städten).

Zudem ist die Mehrwertsteuer in Deutschland mit 19% vom Nettopreis relativ hoch. Bei ausgewählten Gütern, wie beispielsweise Milchprodukte oder regionale Bus- oder Bahntickets, beträgt die Mehrwertsteuer nur 7%.

Wer möchte, kann auch auswärts verhältnismäßig günstig essen – es gibt auch bei kleinem Budget tolle Angebote für Mittag- und Abendessen. In Berlin bekommt man für 5€ aufwärts bereits ein Mittagessen und ab 6 oder 7€ Abendessen. Einen anständigen Kaffee bekommt man bereits für 1,50€ bis 2€.

Kultur

Deutschland hat in Sachen Literatur, Theater und Musik eine Menge zu bieten. Ausländische Besucher werden schnell merken, dass es einiges über die deutsche Kultur, inklusive Bräuche, Religion und Kunst, zu erfahren gibt. Also macht euch bereit für das Leben in Deutschland: es gibt eine Menge zu entdecken!

Kunst, Musik und Literatur haben in Deutschland eine lange und stolze Tradition. Immerhin gibt es einen Grund, warum Deutschland auch als das Land der Dichter und Denker bezeichnet wird. Buchmessen, Musikfestivals und Open Air Kino im Sommer machen Deutschland zu einem kulturellen Hot Spot.

Die Deutschen sind sehr große Sport Fans. Egal, ob du dich lieber zurücklehnst und bei einem kalten Bier ein Fußballspiel schaust oder lieber selbst aktiv wirst, in Deutschland findest du deinen Platz. Dabei ist der Fußball wahrscheinlich mit Abstand der beliebteste Zuschauersport der Deutschen.

Es gibt einige Vorurteile, auf die man zwar nicht alle unbedingt trifft oder die in hoher Dichte auftreten, trotzdem sollte an sie auf sie vorbereitet sein.

Uns Deutschen wird nachgesagt, etwas ernst, trocken und humorlos zu sein. Auch wenn dies nicht komplett wahr ist, brauchen Deutsche tatsächlich etwas Zeit zum warm werden und sind vorab zwar freundlich, jedoch etwas distanziert im Umgang mit Fremden. Ist die harte Schale eines Deutschen erst einmal gebrochen, werden wir allerdings schnell warm und man kann viel Spaß mit uns haben.

Von Fremden werden Deutsche gerne als Meister des Planens betrachtet. Dies gibt uns ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Im Arbeitsleben ist vieles genau bestimmt und geregelt, wodurch wir eventuell etwas weniger flexibel und spontan wirken können. Es darf nicht unterschätzt werden, dass Deutschland sehr geordnet und bürokratisch ist. Arbeit wird als eine ernsthafte Angelegenheit angesehen. Viele Deutsche kommunizieren eher direkt und kommen schnell zum Punkt, was nicht zwangsläufig Unhöflichkeit bedeutet. Das Arbeitsleben ist streng von der Freizeit getrennt und die Privatsphäre ist sehr wichtig und wird respektiert.

In Deutschland ist die berufliche Umgangsform eher formal, angenommen man ist nicht gerade in einem jungen Start-up oder der IT-Branche angestellt. Hier ist die Atmosphäre eher locker.

Soziale Netzwerke

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die meisten Jobs nicht beworben werden. Im Gegenteil, die meisten offenen Stellen werden mithilfe von Promotion oder Kontakten besetzt. Daher geht der beste Weg zum Traumjob über das Bilden eines großen Kontaktnetzwerkes.

Es ist nie zu spät, um damit zu beginnen, sich ein berufliches Netzwerk aufzubauen und es muss kontinuierlich gepflegt werden. Oftmals zahlt sich ein gutes Netzwerk nicht umgehend aus, sondern erst einige Jahre später.

Berufliche soziale Netzwerke, in die es hineinzuschauen gilt, sind LinkedIn und XING. Das zweite ist in Deutschland etwas verbreiteter, jedoch auch hauptsächlich nur in Deutschland. Auch wenn viele Deutsche sich die Möglichkeiten solcher Plattformen noch nicht zu eigen gemacht haben, scheint sich dies immer schneller zu ändern.

Natürlich ist es neben dem Online Netzwerk ebenso wichtig, persönlich Kontakte zu schließen. Nagut, nicht jedem von uns fällt das einfach und manchen wird sogar bange bei dem Gedanken, selbst da rauszugehen, allerdings kann an klein anfangen und einen Schritt nach den anderem machen.

Jede größere Stadt bietet heutzutage viele Möglichkeiten, um neue berufliche Kontakte zu schließen. In Berlin beispielsweise gibt es für jeden etwas, in das man sich einbringen kann.

Entrepreneurship in Deutschland

In Deutschland gibt es etliche Möglichkeiten, ein Start-up zu finanzieren. Den besten Überblick auf Englisch darüber gibt es hier: http://www.germaninnovation.org/resources/entrepreneurship-funding. Neben Deutschlands Start-up Hotspot Berlin sind Hamburg und München Zentren für Entrepreneurship.

Um einen aktuellen nationalen Überblick auf Englisch zu bekommen, schaut euch GEM Global Entrepreneurship Monitor an.

Welche Stadt für eure Vorhaben am meisten Sinn macht, ist stark von der jeweiligen Industrie ab, auf die ihr es abgesehen habt. Ein übliches Hindernis ist die Sprache – viele administrative Angelegenheiten sind ohne Hilfe schwer zu durchblicke, da die lokalen Behörden keinen Service auf Englisch anbieten. Das kann durchaus schwer sein, jedoch haben es auch schon viele geschafft, sich durchzukämpfen. Wie so oft: Google (bing) ist dein Freund! Eine einfache Suche nach „Entrepreneurship in Deutschland“ oder „Startup Ökosystem Deutschland“ wird euch mit hilfreichem Inhalt versorgen. Einen guten, allerdings hauptsächlich auf Berlin bezogenen, Überblick findet ihr unter: http://www.businesslocationcenter.de/en/business-location/business-location/start-up-capital. Dort gibt es Informationen auf Englisch über die relevantesten Aspekte des Ökosystems wie Venture-Capital, Inkubatoren, Infrastruktur, Events, usw.

Auch wenn der administrative Papierkram eine Qual sein kann, sind die Möglichkeiten, Kontakte zu schließen, unschlagbar. Wir hören von vielen Leuten aus der Berliner Start-up und Entrepreneur Szene, wie wichtig Networking ist. Dafür gibt es zahlreiche Events (zum Beispiel auf www.berlinstartup.events/events auf Englisch oder schau dir Seiten von lokalen Inkubatoren, Communities und Zentren an, http://factoryberlin.com/about/ oder http://www.businesslocationcenter.de/en/business-location/business-location/start-up-capital/education-networks-events). Oftmals sind diese auf Englisch, da Leute aus aller Welt ein wesentlicher Teil der Berliner Start-up Szene sind. Die Szene ist stolz darauf, zugänglich und hilfsbereit zu sein – scheu dich also nicht davor, nach Hilfe zu fragen.

Besuche außerdem Facebook Gruppen, LinkedIn, Xing, etc. Hier bietet sich dir eine Möglichkeit, von Anfang an Kontakte zu knüpfen.

Frankreich

Wirtschaft

Wie in vielen europäischen Ländern ist die Mehrheit der Beschäftigten in Frankreich heute im Dienstleistungssektor beschäftigt (ca. 80%, 2012, est). Von den übrigen sind rund 18% in der Industrie und 2% in der Landwirtschaft beschäftigt. Frankreich hat ein großzügiges System der sozialen Sicherheit, das durch hohe Besteuerung unterstützt wird. Darüber hinaus gibt es mandatierte Feiertage und Mindestlohnbeschränkungen.

Der perfekte Lebenslauf

Ein CV/Lebenslauf in Frankreich ist immer eine sehr formale Angelegenheit und sollte tadellos und fehlerfrei sein. Wie bei Vorstellungsgesprächen sollte man demonstrieren, dass man professionelle Normen kennt und berücksichtigt. Denken Sie daran, dass, auch wenn ein Lebenslauf auf Englisch akzeptiert werden kann, das Anschreiben immer auf Französisch sein muss.

· Schreibe es auf Französisch; Englisch wird weithin akzeptiert, aber nur, wenn Sie nicht fließend Französisch sprechen

· Führen Sie zuerst die letzte Arbeitserfahrung / Ausbildung auf

· Franzosen nehmen Diplome sehr ernst, fügen Sie also alles hinzu, was Sie haben

· Kontaktinformationen hinzufügen

· Am Ende spezielle Fähigkeiten hinzufügen

QUICK TIPPS – CV

1. Lüg nicht

2. Werden Sie nicht zu persönlich - Denken Sie daran, dass die Franzosen ihr persönliches und ihr berufliches Leben getrennt halten.

3. Verstecke nicht, wo du herkommst

4. Arbeitserfahrung ist der wichtigste Teil des Lebenslaufs, also ist es wichtig, diesen entsprechend effektiv darzustellen

5. Bildung, Bildung, Bildung ... in Frankreich werden formale Qualifikationen immer noch sehr ernst genommen, also lassen Sie keine Ihrer Qualifikationen weg.

6. Betonen Sie Ihre Sprachkenntnisse

7. Der Lebenslauf sollte folgende Informationen enthalten:

a. Persönliche Angaben (vollständiger Name, Adresse, Telefonnummer, Alter, Familienstand und in einigen Fällen Nationalität).

b. Ausbildung (nur Oberschule oder Universitätsdiplome; betonen Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse).

c. Berufserfahrung (Erwähnung von Position, Niveau und Verantwortlichkeiten, mit Beispielen und, wenn möglich, genauen Daten).

d. Andere Aktivitäten (optional).

Das Anschreiben und Interview

Senden Sie niemals einen Lebenslauf ohne Anschreiben!

Das Anschreiben unterscheidet sich nicht groß vom Deutschen. Achten Sie aber auf folgende Aspekte:

· schreiben Sie NUR auf Französisch

· immer vuvoie!

· je formeller, höflicher Sie sind, desto besser!

· beenden Sie Ihren Brief mit: “En vous remerciant de votre attention, je vous prie de croire, monsieur, madame, à l’expression de mes sentiments distingués” und unterschreiben Sie mit Ihrem Namen

Das Interview ist ein Minenfeld, da Ihr potentieller Chef zu bestimmen versucht, wer Sie sind, was Sie seiner Firma anbieten können und ob Sie sich gut einfügen werden.

Erfolg in Vorstellungsgesprächen erfordert viel Recherche, Praxis und Beharrlichkeit. Je mehr Aufwand Sie in die Vorbereitung Ihres Vorstellungsgesprächs stecken, desto mehr Erfolg haben Sie und werden vermehrt Praktikums- oder Stellenangebote erhalten.

Kulturelle Aspekte

1. Sprechen Sie andere mit 'Monsieur' oder 'Madame' an.

2. Stellen Sie sich mit Ihrem Vor- und Nachnamen vor.

3. Verwenden Sie einen flotten, leichten Händedruck.

4. Tragen Sie professionelle Geschäftskleidung, auch wenn es Freitag ist!

5. Lerne französische Gesten.

6. Haben Sie eine Seite Ihrer Visitenkarte auf Französisch.

Weitere kulturelle Lektüre: 

Communicaid Webseite:

www.communicaid.com/cross-cultural-training/culture-for-business-and management/doingbusiness- in/French_business_culture.php

Kwintessential Webseite:

www.kwintessential.co.uk/resources/globaletiquette/ france-country-profile.html [en]

Cultural Crossing Webseite:

www.culturecrossing.net/basics_business_student.php?id=71 [en]

Zur Vertiefung

Nationale Arbeitsagentur: www.pole-emploi.fr/accueil /

Französisches Ministerium für Arbeit: travail-emploi.gouv.fr /

Nationale Agentur für Managerbeschäftigung: www.apec.fr /

Die französische nationale Agentur für die Förderung der Hochschulbildung

Dienstleistungen und internationale Mobilität: www.campusfrance.org/en

CV FACTORY - www.cv-etudiant.fr/

Erasmus-Stipendien der Europäischen Union

Das Erasmus-Programm der Europäischen Union ermöglicht Studenten, die an einer europäischen Institution eingeschrieben sind, finanzielle Unterstützung für ein Studium oder ein Praktikum von 3 bis 12 Monaten in einem anderen Land in Europa zu erhalten. span>

Um herauszufinden, ob Ihr Land Mittel für Praktika im Ausland bereitstellt, besuchen Sie die folgende Website:

campusbourses.campusfrance.org/fria/bourse/ # / catalogue? lang = fr & siteroot = http:% 2F% 2Fwww.campusfrance.org% 2Ffr% 2F

Großbritannien

Wirtschafts- und Beschäftigungstrends

Wie den Daten vom Oktober bis Dezember 2015 (Stand: Februar 2016) des Office of National Statistics (ONS) zu entnehmen ist, waren 31,42 Millionen Menschen berufstätig, was einen Anstieg von 521.000 Menschen bedeutet, mit 22,98 Millionen Menschen, die Vollzeit arbeiten.

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Fähigkeiten (DBIS) gibt im zweiten Quartals 2015 an, dass hochqualifizierte Beschäftigungen im letzten Jahrzehnt zurückgegangen sind. Dazu gehören Manager, Abteilungsleiter, Fachkräfte und technische Fachkräfte. Dies ist die Folge verschiedener Aspekte. Geht man nach der SOC (Standard Occupation Classification) liegt dies insbesondere an sich verschiebenden Berufsmustern.

In den vergangenen Jahren ist vor allem der Dienstleistungssektor im Vereinten Königreich gewachsen, als Beispiel:

Finanz- und fachliche Dienstleistungen machen einen Beschäftigungsanteil von 7% aus. Auch wenn London als das Zentrum der Finanzbranche angesehen wird, befinden sich zwei Drittel der Unternehmen dieser Branche in anderen Städten UK's (prospects.ac.uk).

· Finanz- und fachliche Dienstleistungen machen einen Beschäftigungsanteil von 7% aus. Auch wenn London als das Zentrum der Finanzbranche angesehen wird, befinden sich zwei Drittel der Unternehmen dieser Branche in anderen Städten UK's (prospects.ac.uk).

· Laut DBIS machen KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) einen Anteil von 99% der privaten Unternehmen im Vereinigten Königreich aus.

· Ca. ein Fünftel der KMUs sind im Baugewerbe tätig, wovon nur 1% im Bergbau, Abbau und im Versorgungssektor agieren.

Der National Cereer Service hat Informationen über den Arbeitsmarkt zusammengestellt, unter anderem über die einzelnen Sektoren:

· Administration:

Diese Art von Tätigkeit kann in allen Branchen gefunden werden, inklusive lokalen Ämtern. Beispiele für Jobs sind Verwaltungsangestellter, Sachbearbeiter für Personal und Lohn oder Verwaltungsleiter. Auch wenn dieser Sektor zur Zeit rückläufig ist, ist er aufgrund seiner vielfältigen Möglichkeiten mit über zwei Millionen Beschäftigten einer der größten des Landes.

· Management:

Hierzu gehören Berufe wie Manager, Eigentümer und Unternehmer, Hotel- und Restaurantbesitzer, genauso wie Ladenbesitzer und Manager in der Landwirtschaft oder Kundenservice Zentren. Es wird angenommen, dass dieser Sektor in den kommenden Jahren allmählich zunimmt, sowohl durch Angestellte, als auch durch Selbstständige.

Prospects.ac.uk hat nicht nur eine Menge an Informationen über die verschiedenen Sektoren zu bieten, sondern ist auch ein hilfreiches Mittel bei der Suche nach Praktika und Einstiegsjobs im Vereinten Königreich und im Ausland. Dort heißt es:

· Finanzen:

Finanzdienstleistungen und damit verbundene Berufe tragen ungefähr 12% des britischen BIPs bei und beschäftigen 7% der Arbeitnehmer, laut einer Studie von TheCityUK aus dem Jahr 2015. Dies ist eine Organisation, welche die Industrie repräsentiert.

· Kreativindustrie

Großbritanniens Kreativindustrie hat im Jahr 2013 76,9 Billionen £ eingespielt, laut dem Ministerium für Kultur, Medien und Sport. Als am stärksten wachsende Industrie bietet sie 1,8 Millionen Jobs im Jahr 2014 – im Vergleich zum Jahr 2011 bedeutet das einen Anstieg von fast 16% (Creative Industries: Focus on Employment June 2015).

Botschaften und Visum

Um als internationaler Student (außerhalb der EU) im Vereinten Königreich studieren und arbeiten zu können, musst du sicherstellen, die nötigen Dokumente vollständig eingereicht zu haben, um das richtige Arbeits- oder Studentenvisum in UK zu erhalten.

Jede Bewerbung wird individuell behandelt und es ist ratsam, sich für diese Angelegenheit professionelle Beratung und Unterstützung zu holen..

Beginne dafür rechtzeitig, dich zu informieren und dich mit dem Amt für Visa in deinem Land in Verbindung zu setzen. Hier ist ein guter Anhaltspunkt, um mit deiner Recherche beginnen:

· Auf der UK Regierungsseite sind alle wichtigen Informationen zu Visa zu finden (gov.uk).

· Auf der gleichen Seite finden sich auch ausländische Botschaften im Vereinten Königreich an.

Strategien für die Jobsuche

Bevor du dich auf die Jobsuche begibst, ist es ratsam, genau über deine Möglichkeiten Bescheid zu wissen und so genug Selbstvertrauen zu haben, um deine Karriereentscheidungen zu treffen. Hierbei sind deine Recherche Skills gefragt.

Es ist hilfreich, so früh wie möglich folgende Fragen beantworten zu können:

· Wie ist die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt, speziell im angestrebten Sektor und Land, in dem du arbeiten möchtest?

· Wie ist die aktuelle Beschäftigungssituation in deiner Wunschindustrie?

· Inwiefern unterscheiden sich mögliche Gehälter regional voneinander (z.B. London im Vergleich zu Manchester, Cardiff oder Edinburgh)?

· In welchen Regionen befindet sich deine Industrie im Wachstum, in welchen Regionen nimmt deine Industrie ab und wo ist die Nachfrage groß?

· Kannst du dir die Lebenshaltungskosten leisten (Unterkunft, Lebensmittel, Reisekosten für den Arbeitsweg)?

· Was für einen Lifestyle hättest du dir gerne und ist es realistisch, dass du diesen verwirklichen kannst?

· Im Guide findest du einige Daten zur Industrie und Beschäftigungstrends.

· Prüfe und sammle Informationen über mögliche Herausforderungen! Was für Sparten gibt es innerhalb des Sektors und wie wird die Arbeit in deinem angestrebten Sektor aussehen?

· Schaue dir Leute an, welche deine Wunschstelle bereits innehaben – welchen Weg ist ihre Karriere gegangen, wie haben sie sich entwickelt und welches Wissen können sie dir über den Sektor mitgeben?

· Suche nach Unternehmen/Arbeitgebern innerhalb deines Wunschsektors, inklusive KMUs (kleine und mittlere Unternehmen machten Anfang 2015 ungefähr 99,3% der Unternehmen der privaten Wirtschaft in UK aus)! Wie ist ihre Marktposition?

· Wo und wie werben diese Organisationen, wie beschaffen sie Personal, wie funktioniert der Auswahlprozess, ist die Personalbeschaffung vielleicht zu Fachagenturen ausgelagert?

· Mach dich mit dem Prozess der Personalbeschaffung vertraut: wie viele Runden gibt es, wie lange dauert das Auswahlverfahren, was gehört dazu: Onlinebewerbung, Lebenslauf und Anschreiben, psychometrische Tests, Telefon-, Video- oder Skype-Interview, Assessment Center (Gruppenaufgaben, finales Bewerbungsgespräch) und/oder ein persönliches Bewerbungsgespräch?

· Bereite dich darauf vor, ein Netzwerk zu bilden und aktiv soziale Medien zu nutzen: Wer ist im Unternehmen dafür zuständig, Entscheidungen zu treffen? Benutze LinkedIn und/oder Twitter, besuche Events, benutze verlässliche Quellen, um sicherzustellen, dass deine gefunden Informationen von Wert sind, sprich aktuell und wahr.

· Wie auch andere beliebte Ziele, ist London ein Markt mit starkem Wettbewerb, daher ist es ratsam, sich darauf vorzubereiten, beharrlich zu sein und auch mit Rückschlägen und kontinuierlichem Suchen klarzukommen.

Lebenslauf

Erste Eindrücke zählen bekanntlich. Ein Lebenslauf ist ein Dokument, was dazu dient deine persönliche Marke an Unternehmen zu verkaufen. Der Inhalt sollte speziell auf die Position zugeschnitten sein, auf die du dich bewirbst und deine Unique Selling Points (USP) beinhalten, welche dich von den anderen Kandidaten abheben. Es folgen einige Tipps, die beim Erstellen eines guten Lebenslaufes beachtet werden sollten.

· Du solltest dich vorab etwas über das Unternehmen informieren. Finde heraus, was dein potenzieller zukünftiger Arbeitgeber von den Kandidaten erwartet. Schau dir dafür die Stellenausschreibung, und besonders die Beschreibung der gesuchten Person, noch einmal genau an. Welche Fähigkeiten, Stärken, Qualifikationen und Eigenschaften sind gesucht? Anhand dieser Kriterien wird dein Lebenslauf bewertet, achte also darauf, dass dein Lebenslauf auf dem aktuellsten Stand ist und für die Stelle relevante Informationen enthält.

· Wichtig ist, dass der Lebenslauf kurz und prägnant ist. Er sollte zwei Seiten nicht überschreiten, allerdings gibt es auch einige Branchen, in denen nur eine Seite der Standard ist. Arbeitgeber schauen sich einen Lebenslauf im Durchschnitt für 5-10, maximal 30, Sekunden an. Halte dich daher kurz und präzise. Das Format sollte übersichtlich sein und es sollten gut erkennbare Teilüberschriften vorhanden sein.

· Passe deinen Lebenslauf unbedingt jeder Stelle an, auf die du dich bewirbst. Hierbei ist dein Recherche Können gefragt. Die Anforderungen an eine Stelle zu kennen, hilft dir dabei, deinen Lebenslauf genau an die Kriterien des Arbeitgebers anzupassen. Sende daher keinen zu allgemeinen Lebenslauf, denn die Personalabteilung sieht tausende von Lebensläufen und wird bemerken, wenn du deinen nicht zugeschnitten hast.

· Für alle Fähigkeiten, Kompetenzen, Stärken und Eigenschaften, die der Arbeitgeber wünscht, solltest du Nachweise oder Beispiele vorweisen können. Diese Beispiele können sich auf deine Mitwirkung bei verschiedenen Projekten beziehen, auf deine Verantwortungen, deine Erfolge und deine Fähigkeit, das, was im Job verlangt wird, zu bewältigen. Kannst du diese Beispiele/Fakten noch mit Zahlen untermauern, hilft das natürlich umso mehr dabei, dich selbst zu vermarkten.

· Stelle sicher, dass in deinem Lebenslauf keine Lücken auftreten. Wenn doch Lücken da sind, stehe zu diesen und bleibe bei der Wahrheit. Berücksichtige neben Berufserfahrung auch freiwillige Arbeit, akademische Arbeit (Projekte), Aktivitäten außerhalb des Lehrplans, sportliche Aktivitäten, Wettkämpfe und Reisen.

· Solltest du dich online bewerben, ist es möglich, dass die Personaler eine Software für das erste Begutachten der Lebensläufe benutzen. In diesem Fall wird nach Schlagworten gesucht, welche deinen Lebenslauf auf die nächste Stufe bringen. Daher ist es wichtig, bestimmte Schlagwörter beim Beschreiben deiner Fähigkeiten/Kenntnisse zu verwenden, um eine Eignung anzuzeigen.

· Als Quereinsteiger bietet es sich an, einen fähigkeitsbasierten Lebenslauf zu erstellen, mit einem etwas abweichenden Aufbau. Hierbei werden Fähigkeitsgruppen (z.B. Kommunikation) als Teilüberschriften gewählt, welche anhand von Beispielen (in Stichpunkten) untermauert werden. Darauf könnte der Punkt Berufserfahrung folgen, unter welchem deine Positionen, Arbeitgeber und die Daten aufgezählt werden, sowie Bildung.

· Stelle sicher, dass deine Grammatik, die Rechtschreibung und der Gebrauch von Phrasen und Fachvokabular einwandfrei sind. Falls Englisch nicht deine Muttersprache ist, lasse es von jemand anderem überprüfen.

Tipps für Bewerbungsgespräche

Es gibt zahlreiche Arten von Auswahlverfahren, einige umfassen einen Lebenslauf mit einem Anschreiben, andere kombinieren dies mit einem Telefon-, Video- oder Skype-Interview, psychometrischen Tests oder Assessment-Center. Um herauszufinden, ob du der richtige Kandidat für den Job bist, wird der Arbeitgeber allen Kandidaten kompetenzbasierte Fragen stellen, um Konsistenz und Objektivität zu versichern.

Dabei wird von dir erwartet, bestimmte Fähigkeiten, Wissen, Erfahrung und Eigenschaften, die für die Position wichtig sind, darzustellen. Das Nutzen der STAR Methode wird dir dabei helfen, dich auf das Gespräch vorzubereiten und Schlüsselverantwortlichkeiten, Erfolge und ähnliches mit Beispielen oder Nachweisen zu vermitteln. STAR hilft dir nicht nur bei Bewerbungsgesprächen, sondern ist auch eine nützliche Methode für das Verfassen von Anschreiben und Bewerbungsformularen.

STAR steht für Situation, Task, Action und Results. Diese Struktur wird dir dabei helfen, bestimmte Kompetenzen durch detaillierte Antworten zu veranschaulichen. Gehe von einer Situation aus (Situation), in welcher du Aufgaben hattest (Tast), welche du aufgrund der spezifischen Fähigkeiten meistern konntest (Action), was wiederum zu guten Ergebnissen geführt hat (Results).

Tipps:

· Du solltest dich vorab über die Branche, das Unternehmen und die Position informieren, auf die du dich beworben hast oder dich bewerben willst. Dazu gehört:

· Die Geschichte und Neuigkeiten untersuchen: was sind aktuelle Trends und Herausforderungen, wer sind die Wettbewerber in der Branche? Benutze hierfür mehrere zuverlässige Quellen, um die Informationen zu überprüfen.

· Kenne den Arbeitgeber: Ließ dir ihre Website durch, was für Werte Strategien und Ziele haben sie? Welche Marktposition haben sie inne? Ließ dir beispielsweise auch durch, was sie twittern oder was sie auf ihrer LinkedIn Seite teilen.

· Überprüfe noch einmal die Stellen- und die Personenbeschreibung, welche Kompetenzen, Erfahrung, Qualifikationen und Wissen werden für den Job verlangt?

· Übe für das Bewerbungsgespräch, auf typische Fragen zu antworten.

· Bemühe dich um eine gute Hygiene: Kämme deine Haare ordentlich und übertreibe nicht mit starkem Aftershave oder Parfüm.

· Vermeide auffälligen Schmuck und extreme Make-up Farben, bleibe im geschäftlichen Umfeld eher konservativ, auch, wenn du weißt, dass das Unternehmen einen eher lockeren Stil hat. Dies zeigt Entschlossenheit und Respekt.

· Stelle sicher, dass du angemessen gekleidet bist, weißt, wie du zum Ort des Bewerbungsgesprächs gelangst. Vermeide es, zu verschlafen, indem du dich vorher ausruhst und früh zu Bett gehst.

· Vermeide es außerdem, eine nicht geladene Begleitung (Freunde, Partner, Kinder) mitzubringen. Wenn du gerne eine Begleitung hättest, vereinbart einen anderen Treffpunkt, an dem ihr euch später treffen könnt.

Vergewissere dich, dass du während des Bewerbungsgespräches folgende Punkte beachtest:

· Dein Handy sollte lautlos oder ausgeschaltet sein.

· Eine Begrüßung und Verabschiedung mit einem formellen Handschlag.

· Durch nonverbale Kommunikation kannst du einen guten Eindruck hinterlassen, indem du beispielsweise (mit allen anwesenden) Blickkontakt hältst und zeigst, dass du zuhörst (durch Nicken und Lächeln).

· Wenn du dir gerne Notizen machen würdest, frage vorher nach, ob das okay ist.

· Stelle sicher, dass du klar und prägnant sprichst und keinen Kaugummi kaust.

· Wenn angeboten, nimm ein Glas Wasser an. Dadurch gewinnst du einige Sekunden, wenn du eine Pause brauchst oder über deine Antwort nachdenken möchtest.

· Zeige Enthusiasmus und gib positive Antworten.

· Bereite dich auch darauf vor, selbst Fragen zu stellen. Das zeigt deinem Gegenüber dein Interesse, mehr über das Unternehmen zu lernen.

· In Bezug auf Equility Act 2010 werden Unternehmen die nötigen Vorkehrungen treffen, damit Menschen mit einer Behinderung am Bewerbungsgespräch teilnehmen können. Manche Arbeitgeber haben ein „two tick symbol“, was bedeutet, dass Arbeitgeber Menschen mit Behinderung zu einem Bewerbungsgespräch einladen werden, wenn sie die Mindestanforderungen erfüllen und anhand der Fähigkeiten die Eignung bewerten.

Professionelles und Soziales Networking

Wenn die Vorstellung von Networking für dich komisch klingt, solltest du daran erinnern, dass du im Grunde genommen die letzten Jahre nichts anderes gemacht hast. Als Schüler, in der Universität, in jedem Nebenjob, Praktika und jedes Mal, wenn du neue Freunde kennenlernst.

Das ist es, was dabei rauskommt, wenn man natürliche menschliche Neugier mit Offenheit, Höflichkeit, Freundlichkeit, Interesse und Wertschätzung für den anderen kombiniert. Zudem ist es ganz natürlich, offen zu kommunizieren was man erreichen möchte und natürlich auch, was man im Gegenzug bieten kann, um den anderen zu unterstützen.

Beginne bei Leuten, die du bereits kennst: Familie, Freunde, Nachbarn, Kommilitonen, Dozenten und Professoren, Leute aus deinem Sportclub oder mit denen du ein anderes Hobby teilst. Frag dich selbst, ob sie in einer Lage sind, dir selbst zu helfen oder, falls dies nicht der Fall ist, ob sie in Verbindung zu jemandem stehen, der deinem angestrebten Karriereweg nützlich sein könnte? Wenn dies der Fall ist, was wäre der beste Zeitpunkt und die beste Weise auf ihn zuzukommen, um ihn nach Unterstützung zu fragen?

Direkt danach kommen Fachzeitschriften, Zeitungen, Handelsverzeichnisse und Veröffentlichungen. Zudem kann ein bisschen Recherche auf der Website des Zielunternehmens oder Fachverbandes eine gute Möglichkeit darstellen, potenzielle Kontakte ausfindig zu machen. Allerdings muss man dann bei Kontaktieren dieser etwas Köpfchen beweisen.

Hier sind ein paar Seiten für den Anfang:

Soziales & ehrenamtliche Arbeit

Erkunde Vereine oder Events, beispielsweise hier:

· eventbrite.co.uk

· facebook.com

· https://twitter.com

· timeout.com/london

· http://www.iamenterprises.co.uk/i-am-networking/

· ncvo.org.uk

· citysocializer.com/

Beruflich

Es empfiehlt sich, Institutionen, die deinen Berufszweig repräsentieren, beizutreten, um so dein berufliches Netzwerk zu vergrößern und zu mit dem Wissen über die Branche auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. Hierfür eignen sich:

· linkedin.com

· cim.co.uk

· managers.org.uk

· bps.org

· cimaglobal.com

· cipr.co.uk

Italien

Auswahlmethoden

Lebenslauf, Anschreiben und Bewerbungen

Wonach genau suchen Personaler? Ähnlich wie eine Suchmaschine durchsuchen sie in ein paar Minuten deinen Lebenslauf nach Schlafwörtern. Dabei werden sie sich auf deinen letzten Job und die damit verbundenen Aufgaben konzentrieren und oftmals nur den oberen Teil deines Lebenslaufes anschauen. Nur wenn dies zu dem Job passt, denn sie versuchen zu besetzen, lesen sie sich auch den Rest durch. Sorge also für einen guten ersten Eindruck und versuche mit unseren Tipps, die Kernaussagen in deinem Lebenslauf leserfreundlich darzustellen:

- Beginne mit einem kurzen Profil, also ein oder zwei Paragraphen, welche deine Geschichte erzählen.

- Beginne mit dem letzten Job, denn dieser ist für deine Bewerbung der relevanteste..

- Vereinfache deine Jobbezeichnungen, sie sollten selbsterklärend sein.

- Wähle deine Erfolge, die du im Lebenslauf nennst, abhängig von der Stelle aus, auf die du dich bewirbst.

- Interessante Studentenprojekte zählen auch. Wenn du grade erst in Berufsleben einsteigst, war das Studieren dein Job für die letzten 3 bzw. 4 Jahre.

- Es kann durchaus hilfreich sein, eine lange Liste zu erstellen und dann die Informationen auszuwählen, am besten zu dem Job passen, auf den du dich bewirbst.

Es ist sehr wichtig, dass dein Lebenslauf auf die jeweilige Stelle und das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, zugeschnitten ist. Denke daran, dass HR-Abteilung meist nur 30-60 Sekunden für das erste Überfliegen eines Lebenslaufes aufwenden. Daher ist es notwendig, die Aufmerksamkeit zu bekommen und wichtige Informationen kurz und prägnant zu kommunizieren. Dein Lebenslauf sollte kurz, verständlich, in sich stimmig, einheitlich, gut lesbar, vollständig (und dennoch kurzgehalten) und ansprechend gestaltet sein. Zeichensetzung, Rechtschreibung, Schrift und Layout sollten allesamt nur mit Ausrichtung auf dieses Ziel genutzt werden.

Lebensläufe können entweder auf Englisch oder Italienisch verfasst werden, sollten allerdings vollständig und nach den oben genannten Kriterien geschrieben werden. Lebensläufe in englischer Sprache bedingen die Suche nach Stellen innerhalb von international agierenden Unternehmen, beispielsweise im Exportsektor.

Ist ein Anschreiben wichtig? Es ist nicht unüblich, das Anschreiben als Entscheidungshilfe zu verwenden. Du als Jobsuchender hast viel Zeit und Mühe in deinen Lebenslauf gesteckt, sodass das Anschreiben als nichts weiter als ein notwendiger, jedoch unwichtiger Anhang gesehen wird.

Der Punkt eines Anschreibens allerdings ist nicht, deinen Lebenslauf noch einmal zusammenzufassen. Ein gutes Anschreiben sollte aus einer Seite bestehen, auf welcher auf die relevantesten Unique Selling Points (USPs) eingeht und die Aufmerksamkeit des Recruiters auf einen besonders bedeutsamen Teil deiner beruflichen Geschichte lenkt, gute Tipps gibt es hier .

Nachdem du dir die Stellenbeschreibung noch einmal angeschaut und dich über das Unternehmen informiert hast, setz dich vor den Computer und fange an, dich schriftlich vorzustellen, als würdest du mit einem geschätzten Verwandten oder einem Kollegen reden.

Im ersten Paragraph solltest du die Position erwähnen, für die du dich bewirbst und warum du, basierend auf deiner Bildung und Berufserfahrung, hervorragend zu dieser Position passt.

Ein Anschreiben sollte eine Seite nicht überschreiten und dein, für den Job relevantes, Geleistetes darstellen, ohne einfach den Inhalt des Lebenslaufes zu wiederholen. Benutze das Anschreiben stattdessen als Möglichkeit für ein oder zwei kurze Anekdoten über deinen beruflichen Hintergrund und um Schlüsselverantwortlichkeiten oder Qualifikationen, die du besitzt, zu nennen.

Denke dabei daran, dass einige Unternehmen eine Software für das erste Begutachten der Lebensläufe benutzen. In diesem Fall wird nach Schlagworten gesucht, welche deinen Lebenslauf auf die nächste Stufe bringen. Daher ist es wichtig, bestimmte Schlagwörter beim Beschreiben deiner Fähigkeiten/Kenntnisse zu verwenden, um eine Eignung zu verdeutlichen.

Sei originell. Vermeide es, Vorlagen für Anschreiben zu verwenden und nutze das Anschreiben stattdessen dafür, deine Leistungen anzupreisen.

Beende dein Schreiben damit, die nächsten Schritte zu umreißen, anzugeben, wann du dich gegebenenfalls noch einmal melden werdest, um nachzuhaken und drücke noch einmal deine Begeisterung für die Stelle aus.

Bewerbungsgespräche – Was ist MEINE persönliche Marke?

Der Versuch diese Frage zu beantworten, wird dir Klarheit darüber verschaffen, wer du bist, was du wertschätzt und was deine Stärken sind.

Wir alle haben mehrere verschiedene Marken, abhängig von der Stelle auf die man sich bewirbt. Es gibt zudem auch eine persönliche und eine berufliche Marke: die Kernüberzeugungen und Stärken bilden dabei die Schnittmenge, die Weise, mir der du diese vermittelst ist an deine Gesprächspartner angepasst. Es ist in jedem Fall hilfreich, sich über seine Stärken bewusst zu werden und eine eigene Marke zu errichten.

Jobseiten

Es gibt viele Seiten, die dir beim Finden eines Jobs helfen werden. Es kann hilfreich sein, die Websites öffentlicher Organisationen oder von Verwaltungsämtern, wie Regierungsministerien, regionale Ämtern, Stadtverwaltungen o.ä. zu besuchen.

Hier findest du die beliebtesten Seiten für die Jobsuche in Italien für Praktika, Teilzeit- sowie Vollzeitjobs.

· www.bacheca.it · www.stepstone.it

· www.cambiolavoro.it · www.talentmanager.it

· www.catapulta.it· www.cercolavoro.it

· www.cliccalavoro.it · www.infojobs.it

· www.jobonline.it · www.lavoro.org

· www.monster.it· www.trovalavoro.it

· www.linkedin.it · www.adecco.it

· www.manpowergroup.it· www.umana.it

· www.gigroup.it · www.randstad.it

· www.4stars.it · www.jobadvisor.it

Leben in Italien

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten variieren in Italien je nach Region und der Art des Raumes (Einzel- oder Doppelzimmer). Für die Dauer eines Semesters kann mit 2.500 € bis 4.000 € (im Norden Italiens, beispielsweise Milan) gerechnet werden.

Die Kosten für ein Sandwich und ein Getränk in der Nähe vom Campus belaufen sich auf ca. 7 €. Innerhalb eines Semesters ergibt das ein Essensbudget von 750 € bis 1.000 €.

Zusätzlich sollten Studenten folgende Kosten miteinberechnen:

· Persönliche Kosten: 1.200 € bis 2.400 €

· Öffentlicher Nahverkehr: 120 €

· Je nach Lebensstil sollten Studenten weitere 200 € bis 400 € im Monat einplanen, wenn sie gerne shoppen, reisen oder für andere Aktivitäten.

Kultur

Kultur wird wie auch in den vergangenen Jahrhunderten in Italien großgeschrieben. Kurzgesagt, Italien ist ein wunderschönes, dramatisches Land mit viel Kultur und einer Vielfalt an Facetten, die es für Touristen zu entdecken gilt.

Mailand oder Florenz, welche sich im Norden Italiens befinden, sind moderne und fortschrittliche Städte und der wirtschaftliche Kern des Landes. So haben auch viele der internationalen italienischen Unternehmen und weltbekannte Marken ihren Hauptsitz dort.

Mailand spiegelt das „wahre“ Italien wieder. Von Innenhöfen und Blumenkästen, bis hin zu kleinen Museen, Kirchen und engen Gassen. Mailand ist eine Stadt, in der es viel zu entdecken gibt und ein perfekter Ort zum Reflektieren.

Mailand ist zudem eine Stadt mit Straßenbahnen und Smarts. Wo gut gekleidete Menschen mit einer Vespa zur Arbeit fahren und tausende Jogger jeden Tag im Park trainieren. Mailand ist eine Stadt voller Menschen und Leben und die Speisekarten der Mailänder Restaurants haben die Küche auf der ganzen Welt beeinflusst. Und natürlich ist Mailand auch durch seine Designer eine Modemetropole in einer Reihe mit New York, Paris und London.

Mailand ist eine lebendige und aufregende Stadt, die freundlich und offen jeden empfängt. Eine Stadt voller Leben auf der einen Seite, und dennoch ruhig und nachdenklich auf der anderen.

Soziale Netzwerke

In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, den Mehrwert, den soziales Networking und Selbstvermarktung, bringen können. Gute Kontakte fangen immer mit einem guten ersten Eindruck an. Man möchte sich persönlich positiv darstellen. In einem Land wie Italien ist das Auftreten und das Äußere sehr wichtig und die meisten Beziehungen basieren auf Gemeinsamkeiten. Entweder man kann direkt von ihnen Gebrauch machen oder erst in fernerer Zukunft, allerdings wird sich ziemlich wahrscheinlich früher oder später ein Nutzen ergeben.

Soziale Netzwerke wurden dafür geschaffen, online Kontakte zu schließen und in Verbindung zu bleiben. Diese Seiten sind einfache Gemeinschaften, welche auf gemeinsamen Interessen beruht und diese bestärkt. Menschen wird die Möglichkeit gegeben, sich mit Menschen aus ihrer eigenen Gemeinschaft oder aus der ganzen Welt zu verbinden. Das meistgenutzte berufliche soziale Netzwerk ist bislang LinkedIn. Auch, wenn dies zunächst für manche schwer zu durchblicken ist, verbreitet sich die Plattform immer mehr und wird von mehr Leuten als soziales Instrument benutzt. Auch bemerken immer mehr Italiener die unvergleichbaren Möglichkeiten, die geboten werden.

Start-Ups/ Gründungshilfe

Trends der Industrie

Aus einer Makroperspektive heraus, scheint es, als sei Italien unter den innovationsgetriebenen Ländern eines der am wenigsten proaktiven Länder, wenn es darum geht, aufstrebende Unternehmen zu unterstützen (für mehr Informationen über die Einordnung von Ländern siehe GEM Report, 2014 – Italien). Dies kann anhand von zwei Aspekten erklärt werden, welche zusammengenommen die Wahrscheinlichkeit, dass Individuen eine Selbstständigkeit den bequemeren Alternativen (normale Anstellungen in großen multinationalen Unternehmen) vorziehen, beeinflussen. Der erste Punkt bezieht sich auf die persönliche Ebene. Die Aussicht auf große soziale und rechtliche Auswirkungen im Fall des Scheiterns scheint den Unternehmergeist zu töten. Der zweite Punkt ist auf Systemebene und besteht daraus, dass es scheint, als würde Italien im Vergleich zu anderen Ländern der EU, wie Deutschland, UK und Frankreich, weniger finanzielle Unterstützung für Trainings zur Verfügung stellen.

Nichtsdestotrotz ist der Norden Italiens, inklusive Mailand, eine Ausbildung dieses Szenarios, da diese Stadt zahlreiche Möglichkeiten bieten, wodurch neue Ideen wachsen können bis hin zur weiteren Entwicklung. Schaut man sich allerdings das Start-up Umfeld genauer an (in Hinblick auf Politik, Finanzen, Kultur, Unterstützung, Humankapital und Marktdimensionen), kommen eine Menge vorteilhafter Bedingungen zusammen, welche den unternehmerischen Prozess unterstützt. Darüber stellen die Mitwirkung von privaten und öffentlichen Inkubatoren, sozialen Gemeinschaften, Universitäten, Venture Capital Unternehmen und regionalen öffentlichen Programmen ein gewisses „vorwärts denken“ dar und könnten zu einer neuen Welle an Unterstützung für die Start-up Szene Italiens führen. Auch der Rest des Landes entwickelt sich langsam zu diesem Trend hin, wenn man sich regionsspezifische Branchen und Industrien anschaut, so wie Lebensmittel, Kunst, Tourismus, Automobilindustrie und so weiter.

Spanien

Aktuelle Wirtschaftslage und Beschäftigungstrends

Wirtschaftsstruktur

Wir werden einen kurzen Überblick über generelle Beschäftigungstrends in Spanien geben.

Die Hauptfolge der Rezession ist immer noch eine hohe Arbeitslosigkeit. Spanien verzeichnete die zweithöchste Arbeitslosenquote der EU und hat eine Jugendarbeitslosigkeitsquote von über 50%. Vorhersagen weisen darauf hin, dass die Arbeitslosenquote noch bis zum Jahr 2023 nicht wieder auf dem Level sein wird, auf dem es vor der Krise war.

Der Agrarsektor trägt ungefähr 3% zum spanischen BIP bei. Trotzdem macht der Primärsektor 4,2% der Arbeitsplätze in Spanien aus. Die verarbeitende Industrie macht ca. 19,5% der Arbeitsplätze aus, dazu gehören die Textilindustrie, industrielle Lebensmittelverarbeitung, die Eisen- und Stahlindustrie, sowie Maschinen und Schiffsbau.

Das Outsourcing der spanischen Wirtschaft bedeutet, dass der tertiäre Sektor zwei Drittel des BIP ausmacht und 76,3% der Arbeitsplätze ausmacht. Tourismus ist mit 11% des BIP eine bedeutende Quelle des nationalen Einkommens. Dies bedeutet in Spanien nicht nur den typischen Badeurlaub entlang der spanischen Küste, sondern auch kulturellen und Inlandtourismus, verbunden mit Natur und Sport (Radsport, Golf, Wandern, Reiten). Daher sind Jobs, welche direkt oder indirekt mit dem Tourismus verbunden sind, wie Jobs in Reiseagenturen- oder Veranstaltern, sehr gefragt, aber auch Renovierungs- oder Landschaftsarbeiten sind gefragt. Darüber hinaus sind in den Bereichen Gesundheit, Handel, Gastronomie und Hotels immer Arbeitnehmer gesucht. Außerdem sind Jobs in privaten Haushalten, im Sportbereich oder in der Freizeit- und Unterhaltungsbranche gefragt.

Rückläufige und aufstrebende Industrien

Es ist wichtig, anzumerken, dass der Arbeitsmarkt sich vor allem in den privaten Sektoren erholt. Dort befanden sich 2014 im zweiten Quartal 97,8% der neuen Arbeitsplätze. Unternehmertum hat in den letzten Monaten zu einem großen Teil zu einer Verbesserung der Beschäftigungslage beigetragen. Dennoch gibt es auch im öffentlichen Sektor Zeichen, die auf eine Stabilisierung hindeuten. So ist beispielsweise auch die Zahl der Beschäftigen im öffentlichen Dienst gestiegen.

Neue Jobs sind auch in den Bereichen IT und Beratung, in der grafischen Industrie, Informationsdiensten und Computerprogrammierung entstanden. Auch in den Bereichen, die besonders von der Krise betroffen waren, wie der Finanz- und Versicherungsindustrie, ist eine Besserung zu verzeichnen. Mehr als die Hälfte der Start-ups gibt es seit 1 bis 3 Jahren und agiert im Internet- und mobilen Sektor. Des Weiteren haben 7 von 10 Start-ups zwischen 2 und 10 Mitarbeiter, eine Zahl die im letzten Jahr über 12% gestiegen ist. Dies zeigt die Wichtigkeit von Unternehmern bei der Generierung von Arbeitsplätzen.

Die Regionen Spaniens mit der größten Start-up Szene sind Madrid, Cataluña, Comunidad Valenciana, Andalusien, Galizien und País Vasco.

Der wirtschaftliche Aufschwung ist einem Anstieg im Exportsektor zu verdanken, insbesondere der Automobilbranche, Atomkraftreaktoren und anderen Geräte, sowie der Luftfahrtindustrie. Spaniens Export wurde vor allem auf Produkte mit einem verhältnismäßig großen Mehrwertzuwachs ausgerichtet. Im Zusammenhang mit dem Export ist auch die Beschäftigung in der Luftfahrtindustrie und der Herstellung von weiteren Transporthilfsmitteln ist gestiegen. Und auch Tätigkeiten im Zusammenhang mit einer „grünen Wirtschaft“ haben zugenommen.

Strategien zur Jobsuche und professionelles und soziales Networking

Beratungs- und Personalagenturen

Recruitment agencies in Spain mainly deal with temporary work opportunities. These agencies are call Temporary Work Companies or Empresas de Trabajo Temporal (ETT).

Einige bekannte Personalberatungesunternehmen sind auch in Spanien tätig. Dazu gehören Adeco; Antal International; Hays Specialist Recruitment; Net Business Solutions; New-Gen Job Centre; Randstad Spain; Red Talent; Talent Search People, Michael Page.

Personal branding, insbesondere LinkedIn und Twitter

Die Nutzung von sozialen Netzwerken gehört für viele Leute zum Alltag, wobei das meistgenutzte Netzwerk Facebook ist. Twitter ist ebenfalls sehr beliebt in Spanien. Dies wird als lokale Plattform genutzt, um in englischer Sprache Kontakte auf der ganzen Welt zu stärken.

Nutze hierbei deinen persönlichen Kontakt, um deine Bewerbung an Recruiter, an Unternehmen deiner Branche oder an Unternehmen aus deinem Heimatland, welche in Spanien tätig sind, zu schicken (bei letzterem könnte deine Sprache und deine Nationalität ein Vorteil sein).

Eine andere Möglichkeit ist Entrepreneurship, also der Versuch, eine Business Idee oder ein Business Projekt einzuführen.

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke haben sich zu einer großen Hilfe entwickelt, wenn es um das Finden von Arbeit übers Internet geht. Hier ist eine List der besten beruflichen sozialen Netzwerke, um den richtigen Job zu finden: LinkedIn, Xing, Viadeo, Freelancer, Facebook, Twitter, Meetup, Womenalia, Bebee, etc.

Hilfreiche Webseiten

·      Europlacement

·      IAESTE (The International Association for the Exchange of Students for Technical Experience)

·      GOABROAD Internationale Praktika; Erfahrung in allen EU Ländern

·      Quiero un buen trabajo

·      studentjob.es es führt Jobs und Praktika für Studenten und Absolventen auf

Richtlinien für den Lebenslauf

Struktur des Lebenslaufes

Sowohl auf Papier oder digital, ist und bleibt der Lebenslauf eines der Hauptinstrumente für Jobsuchende. Egal, ob sich eine Möglichkeit durch Networking, durch einen Anruf oder das Einschicken des Lebenslaufes bei Firmen oder durch das Kontaktieren von Arbeitsagenturen und Personalberatern ergibt, ein Lebenslauf muss immer eingereicht werden.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Anschreiben zu verfassen, um mit anderen Bewerbern konkurrieren zu können. Dies ist das zweitwichtigste Dokument im Bewerbungsprozess.

Einige Unternehmen haben eigene Bewerbungsformulare. Diese solltest du dir anschauen, bevor du deinen Lebenslauf einschickst, um sicherzustellen, dass du alle Anforderungen des Jobs erfüllst, für den du dich bewirbst.

Achte darauf, dass ein kurzer Lebenslauf gefragt ist. Personalagenturen und HR Abteilungen erhalten hunderte von Lebensläufen, weswegen nicht mehr als zwei Seiten nötig sind.

In Spanien folgt der Aufbau des Lebenslaufes einer gewissen Struktur (Bildung, Unternehmenspraktika, Berufserfahrung und andere Informationen: Hobbies, Auslandserfahrung, Soziale Netzwerke und IT-Kenntnisse, etc.), dennoch werden von einigen Unternehmen auch weitere Informationen geschätzt. Dennoch sollten vor allem die nächsten drei Aspekte beim Erstellen eines spanischen Lebenslaufes beachtet werden:

·      Ein Foto ist Pflicht.. Ein Foto kann in der rechten oberen Ecke platziert werden. Dieses sollte kein offizielles Bild sein, jedoch ein gutes mit einem professionellen Hintergrund. Informelle und „witzige“ Fotos sollten vermieden werden.

·      Beginne immer mit den persönlichen Angaben. Die Reihenfolge der restlichen Abschnitte kann durchaus variieren, üblich jedoch ist: Erfahrung, Sprachen und andere Kenntnisse (z.B. IT bezogen) und schließlich Hobbies und Referenzen.

·      Gemäß der persönlichen Angaben ist das Geburtsdatum erforderlich.

·      Üblicherweise verlangen Unternehmen Zertifikate, welche die Kenntnisse bestätigen.

·      Der Hochschulabschluss ist obligatorisch. Normalerweise ist es nicht notwendig, eine Notenübersicht beizulegen.

·      Detaillierte Referenzen sind nur nötig, wenn der Arbeitgeber diese konkret anfragt. Ein Satz am Ende des Lebenslaufes könnte darauf hinweisen und ungefähr so klingen: „Referenzen können auf Nachfrage erhalten werden“. Wenn noch keine Berufserfahrung vorhanden ist, wäre ein Empfehlungsschreiben passend, wenn Berufserfahrung vorhanden ist, ist ein Schreiben vom vorherigen Arbeitgeber angebracht.

·      Anforderungen bezüglich der Sprache: Spanisch und Englisch. Es sollte beachtet werden, dass einige Unternehmen einen spanischen Lebenslauf fordern. Zudem sind deine Möglichkeiten außerhalb der Tourismusbranche und abgesehen davon, deutsch zu unterrichten, generell begrenzt, wenn du kein Spanisch sprichst. Auch die Wahrscheinlichkeit, ein Praktikum zu finden, ist höher, wenn du Spanisch sprichst. Darüber hinaus ist es auch schwer, Anschluss zu bekommen und die Kultur kennenzulernen, wenn keine Grundkenntnisse der Sprache vorhanden sind. Daher sind fließende Spanisch- und Englischkenntnisse angebracht. Mindestens ein Level von B2 in Spanisch und ein Level von C1 in Englisch werden stark empfohlen. Nur, wenn du in einer englischsprachigen Umgebung wie im Ingenieurwesen, der Biotech-Branche oder internationalen Unternehmen arbeitest, ist Englisch zwingend notwendig. Andernfalls wird es schwer, sich in das Unternehmen zu integrieren, ganz ohne Spanisch Kenntnisse. Zumindest ein Level, welches das Praktikum angemacht und eine Integration ermöglicht, ist nötig.

Wenn du dich für eine Stelle im Vertrieb bewirbst, kann ein Führerschein sehr nützlich sein, dies kann also unter „weitere Kenntnisse“ im Lebenslauf erwähnt werden.

Zusammengefasst: Tipps rund um Lebenslauf

·       Sprachanforderungen: Spanisch und Englisch (weitere Sprachen sind ein Vorteil).

·       Ein Foto in der Bewerbung ist zwingend notwendig.

·      Informationen über den Hochschulabschluss sind ebenfalls zwingend notwendig.

·      Eine Notenübersicht und Referenzen sind nicht obligatorisch, sondern nur auf Anfrage des Unternehmens nötig.

·      Die persönlichen Angaben kommen an erster Stelle, inklusive E-Mail Adresse und Telefonnummer.

·       IT- und Sprachkenntnisse sollten erwähnt werden, außerdem sollte vorherige Berufserfahrung und freiwillige Arbeit betont werden, wenn vorhanden.

Nach Miguel Portillo de Antonio, HR Berater der Page Group, die DNA der gefragtesten Kandidaten in Spanien besitzt unter anderem Fähigkeiten, die eines entsprechenden und regelmäßigen Trainings bedürfen, internationale Erfahrung, sowie Flexibilität und Teamfähigkeit.

Anschreiben

Ein Anschreiben ist in Spanien nicht immer notwendig. Nur auf Anfrage der Firma. Wenn Sie sich online bewerben, werden Sie gebeten, Ihre persönlichen Daten einzugeben und / oder den Lebenslauf hochzuladen. Auf der anderen Seite sind persönliche Interviews üblich, um Ihre Sprachkenntnisse und Ihr Interesse an der Stelle zu testen.

Tipps für das Anschreiben

Im Fall, dass ein Anschreiben gefordert wird, sollte beachtet werden, dass dieses den Umfang von einer Seite nicht überschreitet.

·      Es sollte kurzgehalten und in einem förmlichen Stil geschrieben sein. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass keine Grammatik- oder Rechtschreibfehler vorkommen, vor allem wenn dieser in deiner Muttersprache geschrieben wurde. Wenn nötig, lasse ein Unternehmen oder einen Freund Korrektur lesen.

·      Nutze das Anschreiben, um ein Bild von dir zu vermitteln, deine Fähigkeiten und Kenntnisse darzustellen und zu erklären, warum du dich für diese bestimmte Stelle interessierst. Vermeide es, einfach nur die Informationen aus deinem Lebenslauf zu wiederholen.

·      Füge zusätzliche Informationen über wissenschaftliche Arbeiten (z.B. Edx oder Coursera Kurse online) oder deine Auslandserfahrung (z.B. ERASMUS Programm), falls du über keine Berufserfahrung verfügst.

·      Gib an, inwiefern du dich persönlich und privat im Unternehmen weiterentwickeln möchtest.

·      Versuche besonders auf Fähigkeiten von dir einzugehen, von denen du dir einen Vorteil gegenüber der anderen Kandidaten erhoffst. Zu den Fähigkeiten, die herausstechen gehören IT-Kenntnisse, sowie Sprachkenntnisse oder deine Arbeitsmoral.

·      Wenn du bereits Erfahrung hast, solltest du das unbedingt hervorheben. Darüber hinaus ist vorausgegangene Erfahrung, welche der Stelle, auf die du dich bewirbst, ähnelt, sehr geeignet.

·      Vergiss nicht, deine persönlichen Angaben (Telefonnummer und E-Mail Adresse) anzugeben. Stelle außerdem sicher, dass du eine E-Mail Adresse angibst, welche du regelmäßig checkst. Wenn du dich bereits in Spanien befindest, gib lieber deine spanische anstelle der deutschen Telefonnummer an.

Tipps für Bewerbungsgespräche

Als allgemeiner Ratschlag: Pünktlichkeit ist sehr wichtig für einen guten Start. Vergiss nicht, mit einer positiven Einstellung und einem Gefühl von Selbstsicherheit in das Gespräch zu gehen. Ein ruhiges Verhalten wird von einer guten nonverbalen Kommunikationprofitieren.

Informier dich über das Unternehmen

Um den Hintergrund des Unternehmens besser zu verstehen ist es hilfreich, vor dem Bewerbungsgespräch etwas zur Branche und dem Unternehmen selbst zu recherchieren. Dies wird dir dabei helfen, die Aufgaben und internen Arbeitsvorgänge besser zu verstehen.

Bereite dich vor

Bereite dich auf die üblichen Fragen vor. Einige Fragen beziehen sich üblicherweise auf deine Motivation, in dem Unternehmen zu arbeiten, deine Berufserfahrung, persönliche Fähigkeiten und Kenntnisse und Fragen über das neue Unternehmen.

Kopie vom Lebenslauf

Analysiere die Schlüsselpunkte in deinem Lebenslauf. Es ist empfehlenswert, eine Liste mit Stichpunkten anzulegen, in welcher du deine Stärken und Schwächen aufführst.

Dresscode

Business! Informiere dich darüber, welcher Dresscode beim Unternehmen selbst gewünscht ist.

Gehalt und Arbeitsbedingungen

Es ist nicht üblich, Gehalt oder Arbeitsbedingungen beim ersten persönlichen Aufeinandertreffen mit einem Vertreter des Unternehmens in einem Bewerbungsgespräch zu besprechen. Dies sollte nur verhandelt werden, wenn man explizit danach gefragt wird.

Körpersprache

Versuche, nach dem Bewerbungsgespräch mit dem Personaler in Kontakt zu bleiben, um über deine Chancen informiert zu sein. Aufgrund der aktuellen Beschäftigungslage in Spanien, ist es möglich, dass es einige Wochen dauert, bis du eine Antwort erhältst. In diesem Fall macht es Sinn, eine Erinnerung zu senden, anzurufen oder dein Interesse auf anderen Wegen zu zeigen, beispielsweise über LinkedIn.

Kulturelle Aspekte

Es gibt einiges an Informationen über die Kultur in Spanien, die interessant sind, wenn man in Spanien arbeitet.

Arbeitszeiten

Durchschnittliche Vollzeitjobs umfassen eine Arbeitswoche von 40 Stunden pro Woche. Der Arbeitstag variiert zwischen Unternehmen, allerdings ist üblich, von 9 Uhr bis 18 oder 19 Uhr zu arbeiten. Im Sommer (Juni bis September) allerdings, ist es durchaus üblich, von 8 Uhr bis 15 Uhr zu arbeiten.

Zeiten für Mittagessen und Abendessen

Normalerweise wird zwischen 13:30 Uhr und 15:30 Uhr Mittag gegessen. Das Abendbrot startet um 21 Uhr.

Urlaub

Normalerweise gibt es einen Monat pro Jahr Urlaub, zuzüglich verschiedenster nationaler Feiertage. In einigen Unternehmen wird es den Arbeitnehmern geraten, ihren Urlaub in den Monaten Juli und August zu nehmen, welches eine gute Möglichkeit für Studenten bietet, einige Monate aufgrund des Sommerersatzes beispielsweise in Finanz- oder Versicherungsunternehmen zu arbeiten.

Große spanische Unternehmen verbunden mit Finanzen, Versicherungen und Energie sind Banco Santander, Telefónica, Repsol YPF, BBVA, Endesa, ACS, CEPSA, Iberdrola, Ferrovial, FCC und Mapfre.

Steuern

Wenn du in Spanien arbeiten möchtest, solltest du dich im bei deiner Ankunft im Nationalen Steuerbüro „Agencia Tributaria“ registrieren. Das Einkommen von jedem, der keinen festen Wohnsitz in Spanien hat, wird komplett besteuert, aber wer mehr als 183 Tage in einem Kalenderjahr in Spanien wohnt, wird in Steuerangelegenheiten als Bewohner des Landes angesehen und muss eine Steuererklärung für das ganze Jahr machen.

Arbeitserlaubnis

„Permiso de trabajo“: Ist nicht nötig, wenn es eine Abmachung zwischen zwei Parteien gibt.

Körpersprache

Wenn du jemanden zum ersten Mal triffst, vor allem bei Bewerbungsgesprächen oder, wenn man einander vorgestellt wird, ist es üblich, sich die Hand zu geben. In einer informelleren Umgebung allerdings, wird dir schnell auffallen, dass die Leute sich mit zwei Küssen auf die Wangen begrüßen.

Sprachbedarf

Spanischkenntnisse bringen einen großen Vorteil bei der Kommunikation im Alltag, allerdings kann man mit jüngeren Generationen auch auf Englisch kommunizieren. Auch wenn Spanisch die offizielle Landessprache ist, haben einige Regionen, wie das Baskenland, Katalonien oder Galizien, ihre eigene regionale Sprache.

Mittagspause

Einige Unternehmen legen eine Stunde als Mittagspause fest, andere haben bestimmte Bereiche, in welche man sich etwas zu essen mitbringen kann und wieder andere stellen als Teil des Gehalts ein Essensticket zur Verfügung.

Dresscode in Unternehmen

In einigen Unternehmen, beispielsweise im Finanzsektor, ist ein Anzug angebracht.

Sozialverhalten

Abhängig von deiner Nationalität wirst du vielleicht bemerken, dass Spanier generell recht laut sprechen, dass sie sehr „touchy“ und freundlich sind und, dass sie gerne in deine persönliche Zone eindringen, also näherkommen als gewohnt. Dahinter steht jedoch keine böse Absicht. Sich nach der Arbeit noch etwas trinken zu gehen, ist, vor allem in kleineren Unternehmen, nicht unüblich.

Möglichkeiten zur Finanzierung von Auslandspraktika

Finanzierungsmöglichkeiten von Praktika in Spanien für Austauschstudenten

Der einfachste und bequemste Weg, ein Praktikum in Spanien zu finanzieren, ist es, sich direkt an der eigenen Universität für einen Zuschuss vom Erasmus Plus Programm zu bewerben.

Dieses Stipendium ist mit jeder Art von finanzieller und sachbezogener Unterstützung kombinierbar, allerdings ist zu beachten, dass Unternehmen nicht dazu verpflichtet sind, Pflichtpraktikanten etwas zu zahlen und unbezahlte Praktika sehr verbreitet sind.

Um eine Förderung von anderen Organisationen in Spanien zu bekommen, muss man normalerweise entweder in Spanien leben oder studieren, weshalb es für internationale Studenten nicht allzu viele Möglichkeiten gibt, für ein Stipendium zu bewerben.

Nichtsdestotrotz kann es sich lohnen, sich bei lokalen, regionalen und nationalen Organisationen, wie den Bildungs- und Außenministerien zu informieren.

Finanzierungsmöglichkeiten von Praktika in Spanien für spanische Studenten

Der einfachste Weg, finanzielle Unterstützung für ein Praktika zu erhalten, ist es, sich für ein Erasmus Plus Stipendium direkt bei der eigenen Universität zu bewerben. Auch wenn die Höhe des Stipendiums möglicherweise nicht den vollen Betrag an Lebenshaltungskosten deckt, kann es definitiv dabei helfen, die Kosten für Reise und Verpflegung anfallen, zu decken. Dieses Stipendium ist mit jeder Art von finanzieller und sachbezogener Unterstützung kombinierbar.

Es gibt zwei Programme, welche vom spanischen Bildungsministerium finanziert werden. Eines, für eingeschriebene Studenten an spanischen Universitäten ((Becas Faro - http://www.becasfaro.es/) und eines für Absolventen von spanischen Universitäten (Becas Argo - http://www.becasargo.es/). Dabei ist zu beachten, dass beide Programme die Auswahl der Kandidaten für die offenen Stellen übernehmen, wodurch es nicht möglich ist, sich selbst ein Praktikum auszuwählen.

Das spanische Ministerium für Ausland und Zusammenarbeit und die Agentur für Entwicklung Internationaler Zusammenarbeit (MAED.AECID) finanzieren verschiedene Stipendien und Assistenzprogramme für Trainings und Praktika in Spanien und im Ausland (siehe: http://www.aecid.es/EN/grants-and-assistantships/maec-aecid-programmes).

Außerdem bietet die Fundación Universidad-Empresa einige Programme an, welche akademisches Training mit Praktika in Spanien und im Ausland verbindet. Darüber hinaus gibt es eine kleine Anzahl an Praktikumsprogrammen, welche von öffentlichen und privaten Einrichtungen angeboten werden.